Von Bamberg nach Seßlach

In der Nacht hatte es mal wieder geregnet, so dass wir die Zelte nass abbauen mussten.

Vom Zeltplatz geht ein schöner Radweg an der Regnitz entlang in die Altstadt. Dort trafen wir dann wieder auf den Burgenstraßen Radweg. Ein kurzes Stück geht es durch Schrebergärten, bevor es dann kilometerlang entlang der Bundesstraße geht. Der einzige Vorteil ist, dass der Weg ziemlich eben ist und dadurch nicht so anstrengend.

 

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Zwischendurch kommt man durch ganz nette Dörfer, aber insgesamt hat uns diese Etappe am wenigsten gefallen.

Bis zum Campingplatz in Seßlach waren es über 60 km und wir waren 8 Stunden unterwegs, ohne längere Pausen zu machen.

 

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Unsere Zelte waren schnell aufgebaut und Thomas fuhr mit den Jungs noch nach Seßlach Lebensmittel einkaufen. Wir kochten an der Grillstelle noch eine Suppe und gingen früh in die Zelte. Die Nacht war so schön ruhig und der Platz gefiel uns so gut, dass wir beschlossen noch zwei Nächte hierzubleiben.

 

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Der Zeltplatz hat einen natürlich angelegten Schwimmteich mit Bachlauf und gemütlichen Sitz- und Liegemöglichkeiten. Für uns perfekt war die Grillecke, an der wir überdacht kochen und essen konnten.

 

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Am Sonntag machten wir fast nichts. Wäsche waschen, kochen, lesen und spielen, außerdem im schönen Badesee schwimmen. Ich arbeitete ein bisschen am Blog und wir genossen den Ruhetag.

 

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Unsere Zeltnachbarn waren sehr nett und freuten sich als die Kinder ihre Instrumente rausholten.

 

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Montag schliefen wir ein bisschen länger und fuhren dann nach dem Frühstück mit den Rädern nach Seßlach. In der Information  wurden wir sehr freundlich empfangen und beraten. Die Gegend bietet sich an, um einen ruhigen und dennoch abwechslungsreichen Urlaub, gerade auch mit Kindern zu verbringen. Von Radwegen, über Schwimmbad, Tierpark, Burgen, Museen und Spielplätzen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten seine Tage zu verplanen.

Seßlach selbst ist ein wunderschönes, mittelalterliches kleines Städtchen. Die vollständig erhaltene Stadtmauer mit den Türmen und die darin liegende Altstadt erinnern an Rothenburg, nur die Touristenströme fehlen zum Glück. Ende August gibt es jedes Jahr das Altstadtfest mit historischem Umzug und viel Programm. Leider können wir dieses Jahr nicht dabei sein.

Wir bekamen einen Stadtplan mit empfohlenen Rundgang und dazu gehörenden Erklärungen. Die Fahrräder konnten wir am Rathaus abschließen und uns dann alles angucken.

 

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Es gibt drei Stadttore durch die man den völlig erhaltenen Stadtkern, mit seinen verwinkelten Gassen und alten Fachwerkhäusern, verlassen kann. Jedes Wochenende werden die Tore für Autos verschlossen, so dass man noch ungestörter durch die Altstadt spazieren kann. Aber auch unter der Woche ist es angenehm ruhig. Wir machten den empfohlenen Rundgang vom Rathaus aus.

 

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Immer wieder gibt es Informationstafeln und es wurde keinem langweilig.

Unterhalb der Burg entdeckten die Kinder alte Kellereingänge und erkundeten diese sofort mit Taschenlampen.

 

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Zurück in der Altstadt durfte sich jeder etwas beim Bäcker holen, bevor wir dann mit den Rädern zurück zum Campingplatz fuhren.

Wir kochten und nutzten noch einmal den Badesee.

 

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Abends warteten wir alle auf den Aufgang des Mondes, um die partielle Mondfinsternis sehen zu können.

 

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Die Nachbarn schenkten den Kindern Salzstangen und Traubenzucker und es war ein schöner letzter Abend in Seßlach.

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Von Pottenstein nach Bamberg

Wir hatten vor die Strecke nach Bamberg in zwei Tagen zu fahren, da meine Eltern sich dort mit uns treffen wollten. Auf dieser Route gibt es nicht viele Campingplätze. Ich hatte gesehen, dass es eine Brauerei kurz vor Aufseß gibt an der man campen darf. Am Telefon erklärte man mir, dass Zelte dort eigentlich nicht erlaubt sind, aber wir kommen dürfen, wenn wir nachts leise sind.

Als wir am Campingplatz „Bärenschlucht“ aufbrachen, hatten wir also ein Ziel vor Augen.

 

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Es war an diesem Tag recht warm und die Etappe fiel allen sehr schwer. Es geht immer wieder auf Straßen entlang und die Steigungen haben es in sich. An einem dieser Hügel passierte uns die erste größere Panne. Thomas musste wegen seinem schweren Gepäck plus Anhänger seine Bremse nachstellen. Dabei hat sich eins der Gepäckbänder unbemerkt in den Reifen gehängt. Beim Weiterfahren gingen dadurch vier Speichen kaputt. Thomas und Jesco haben das erst einmal übergangsmäßig geflickt, bis wir wieder an einem Radladen vorbeikommen.

 

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Burg Rabenstein  liegt nur 1,5 km neben dem Burgenstraßenradweg und interessierte alle, so dass wir den kurzen Umweg machten. Das Mittagessen dort war sehr gut, leider waren wir kurz nach der einen Burgführung angekommen und auf die Nächste warten wollten wir nicht.

 

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Auch auf die Flugvorstellung der Falknerei hätten wir zwei Stunden warten müssen. Stattdessen durften die Kinder netterweise die verschiedenen Greifvögel in ihren Gehegen angucken.

 

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Danach ging es weiter. Wir mussten immer wieder anhalten und trinken, Wasser auffüllen, Stücke schieben und Pause machen.

 

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Normalerweise hätten wir wahrscheinlich spätestens bei Waischenfeld etwas zum Übernachten gesucht. Aber dann wäre die Strecke am nächsten Tag zu lang geworden. Also hielten alle tapfer durch und waren froh, als wir in Hochstahl bei der Brauerei Reichold ankamen.

 

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Ich bin echt stolz auf unsere Kinder. Selbst wenn es wirklich anstrengend ist jammert keiner herum.

Immer wieder kommen unsere Jungs am Berg wieder ein Stück zurückgelaufen, um Taminas und mein Fahrrad hochzuschieben.

 

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Allen macht die Tour trotz oft schlechtem Wetter noch Spaß, das ist die Hauptsache.

Der Campingplatz hinter dem Gaststättenbereich der Brauerei ist ein echter Tipp. Sehr übersichtlich und ordentlich verfügt er über ein neues Sanitärgebäude, indem man sogar rund um die Uhr gekühltes Bier für einen Euro die Flasche aus einem Automat holen kann. Nachts ist es sehr ruhig und angenehm. Wir gingen alle sehr früh ins Bett, was auch daran lag, dass um 20 Uhr ein heftiges Unwetter losging und es fast zwei Stunden nur noch regnete, donnerte und blitzte. Im Zelt war es gemütlich und ich hatte je ein Klammeräffchen links und rechts 😉

Nach drei Jahren intensiver Nutzung hat es in dieser Nacht das erste Mal in unserem Mädchenzelt getropft. Die eine Naht scheint etwas undicht zu werden, sobald das Zelt trocken ist muss ich es versuchen dicht zu kriegen.

Am nächsten Morgen war zum Glück wieder besseres Wetter und wir brachen früh auf in Richtung Bamberg. Das Wissen Oma und Opa dort auf dem Campingplatz zu treffen motivierte alle.

 

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Zwei größere Steigungen sollten heute vor uns liegen und vor Heiligenstadt eine längere Abfahrt. Diese war auf einem nicht geteerten Waldweg mit vielen kleinen Schottersteinchen, so dass ich froh war, als alle heil unten ankamen. Einige unserer Vier fahren sehr gerne etwas schneller und übermütig…

 

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Der Weg ging dann stetig wieder bergauf. Irgendwann wurde es dann wieder richtig steil und ich merkte jedes Kilo Gepäck. Leider mussten wir auch heute wieder viel auf Straßen fahren.

 

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Dafür kamen wir dann aber auch noch an einem frisch umgepflügten Acker vorbei auf dem überall Gesteinsbrocken lagen. Nils wollte schon die ganze Zeit Versteinerungen suchen und so hielten wir diesmal an und suchten den Feldrand ab. Tatsächlich fanden alle kleine Ammoniten und andere interessante Versteinerungen. Ich konnte nach einer halben Stunde, nur mit dem Hinweis auf meine Eltern, alle dazu bewegen weiterzufahren.

 

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Die letzten Kilometer nach Bamberg gingen leicht bergab und auch in Bamberg gibt es überall Fahrradwege und wir kamen gut am Campingplatz Insel an.

 

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Oma und Opa hatten einen großzügigen Platz für uns alle zusammen organisiert und warteten schon auf uns. Müde konnten wir uns an leckeren Kuchen stärken, bevor wir dann unsere Zelte aufbauten.

 

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Die Kinder wurden gut versorgt und so machten wir uns daran verschiedene Sachen zu organisieren. Thomas klärte wo der nächste Radladen ist und ich besserte die Nähte unseres Zeltes mit SilNet, einem speziellen Silikon nach. Danach duschten alle und freuten sich an den tollen sanitären Anlagen.

Abends gab es noch Schnitzel und Kartoffelsalat. Es ist doch schön unterwegs ein bisschen verwöhnt zu werden…

 

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Wir saßen noch eine Weile zusammen und die Kinder nutzten ausgiebig die Trampoline auf dem Zeltplatz.

 

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Die Nacht war sehr ruhig und ich stand schon früh auf um mit meinen Eltern zu frühstücken. Noch bevor die anderen wach wurden fing es leider wieder sehr stark an zu regnen. Da wir auf einem Sand/Erde Platz standen, wurde sehr schnell alles dreckig. Es spritzte so stark, dass sogar im Zelt vieles schmutzig und feucht wurde.

 

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Deshalb kamen wir etwas später als geplant los. Thomas und Nils fuhren mit den Rädern zum Radladen und wie anderen nahmen den Bus in die Altstadt. Da wir am Klinikum nicht umstiegen, bekamen wir noch einen Eindruck der Umgebung Bambergs und konnten auch die Burg ganz gut sehen.

In der Stadt trafen wir uns alle wieder an der Information.

Auch hier half man uns gerne weiter. Für unseren Aufenthalt stellte man uns die Bambergcard  aus und wir bekamen Stadtpläne, Infomaterial und speziell für die Kinder einen Kinderstadtplan und Hefte für eine Stadtrallye. Vielen lieben Dank dafür!

 

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Gemeinsam mit meinen Eltern guckten wir uns dann Bamberg an und es hörte sogar auf zu regnen.

 

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Im Dom bewunderten die Kinder das Kaisergrabmahl und natürlich den Bamberger Reiter.

Nachmittags fuhren wir mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Ich schrieb noch etwas für den Blog und sortierte unsere Fotos, während die Kinder lasen, spielten oder mit Oma in der Regnitz schwammen.

 

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Der Radladen rief auch an und Thomas und Nils machten sich auf den Weg, um die Räder abzuholen. Meine Eltern kochten wieder für uns und wir genossen den letzten Abend zusammen.

Leider war es in dieser Nacht recht laut. Leute kamen mitten in der Nacht an und schlugen dauernd die Autotüren zu, irgendjemand hämmerte und andere liefen laut sprechend herum. Wir lieben es im Zelt zu schlafen, aber etwas gegenseitige Rücksichtnahme wäre manchmal schön.

Nach einem gemeinsamen Frühstück verabschiedeten sich alle von Oma und Opa und wir fuhren mit dem Bus in die Stadt.

 

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Für 10.30 Uhr hatten wir uns zur Stadtführung angemeldet und da wir etwas zu früh waren, nutzten wir die Zeit, um im WLAN der Information die nötigsten Updates herunter zu laden.

Für die Stadtführung waren so viele Leute gekommen, dass wir in drei Gruppen aufgeteilt loszogen.

 

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Die Kinder hatten sich ihr Heft zur Stadtrallye schon gut durchgelesen und so konnten sie das Meiste während der Führung ausfüllen.

 

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Wir liefen zwei Stunden zusammen durch die Weltkulturerbe-Stadt Bamberg und sahen viele Ecken, die wir selbst an einem Tag wahrscheinlich nicht gefunden hätten. Die geschichtlichen Hintergründe und Anekdoten dazu sind bei solchen Führungen interessant. Natürlich hängt es auch immer von dem Erzähler ab, aber bisher hatten wir viel Glück. Nach der Tour waren wir alle müde und hungrig, so dass wir beschlossen in der Stadt etwas zu essen.

Danach ging es ins Diözesanmuseum, da die Kinder gerne den Domschatz angucken wollten.

Die kunstvoll bestickten Kaisermäntel, riesige Gemälde und Werke ab dem 8. Jahrhundert können hier bewundert werden.

Von hier aus liefen wir durch die Stadt zum Naturkunde-Museum.

Hier verbrachten wir ziemlich viel Zeit. Von der Entstehung der Erde, ihrem Aufbau, den Erdplatten und Vulkanen, bis hin zu verschiedenen Fundstücken der Erdgeschichte präsentiert das Museum vor allem auch Versteinerungen und besondere Gesteine. Auch präparierte Tiere werden ausgestellt, es gibt einen großen Vogelsaal und momentan eine Sonderausstellung zum Thema „Paradiesvögel“.

Als wir aus dem Museum kamen wollten alle gerne zurück zum Campingplatz.

Wir kauften noch ein Brot und nahmen dann den Bus zurück. Obwohl Bamberg noch einiges zu bieten hat, müssen wir morgen weiterfahren. Nach drei Wochen Burgenstraße können wir jetzt schon ganz klar sagen, dass wir überall viel mehr Zeit hätten verbringen können und wollen. Deutschland hat so viele schöne Städte, Orte und Ecken zu bieten. Viele der Burgen/Ruinen liegen natürlich auf Hügeln und Anhöhen, so dass wir uns mit den Rädern an vielen Stellen gegen einen Besuch entschieden haben. Aber wir können ja zum Glück überall wieder hinkommen 🙂

Von Nürnberg nach Pottenstein

Am nächsten Morgen mussten wir durch die ganze Stadt, um wieder auf den Burgenstraßen Radweg zu treffen. Wir entschieden uns, dem Ring zu folgen, was sich als gute Entscheidung herausstellte. Es gab fast die ganze Zeit einen Radweg parallel zur Straße, nur sehr selten mussten wir auf die Straße. Auch für Tamina war das sehr gut zu fahren.

Es war auch kein Problem den Radweg wieder zu finden. Durch Parkanlagen und kleine Straßen führt der Weg direkt am Flughafen vorbei, wo wir natürlich auch etwas Zeit verbrachten den Flugzeugen beim Starten und Landen zuzusehen.

 

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Danach ging es durch schönen Wald weiter nach Kalchreuth. Die Steigung entlang der Straße kostete alle Kraft, deshalb hielten wir in Dormitz an und kauften etwas zum Mittagessen ein.

 

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Eigentlich wollten wir nur bis Forchheim kommen und hielten dort am Marktplatz. Wir liefen ein bisschen durch die Stadt und guckten uns um. Das Schloss und die Altstadt sehen sehr schön aus, da wir alle aber noch fit genug zum Weiterfahren waren und es auch noch nicht so spät war, brachen wir bald wieder auf.

 

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Kurz vor Ebermannstadt entdeckten wir oberhalb des Radweges eine Picknick Ecke, die wohl schon länger nicht mehr genutzt worden ist. Wir saßen schon eine Weile an dem Tisch, als ein Auto von der Forstbehörde vorbeikam. Auf Nachfrage bestätigte man uns, dass Zelten an dieser Stelle kein Problem sein sollte. Wir hatten an diesem Tag 60 km geschafft und waren froh nun einfach dort bleiben zu können.

 

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Thomas und Tamina fuhren noch schnell nach Rüssenbach und klingelten bei einem Haus, um nach Wasser zu fragen. Sie durften alle Trinkwasserflaschen auffüllen und so konnten wir sogar noch eine Suppe kochen.

Am 30.7 ging es dann weiter, durch Ebermannstadt durch nach Niederfellendorf.

 

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Wir hatten Glück und sahen sogar die historische Dampfeisenbahn, die nur zu bestimmten Terminen Sonderfahrten macht.

 

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Am Tag vorher hatten wir überall Plakate gesehen, auf denen für ein Familienfest auf Burg Neideck geworben wurde. Die Ruine wollten wir sowieso angucken, da die Kinder den Film „Der Schatz der weißen Falken“ kennt und dieser dort gedreht worden ist.

Am Freibad gab es einen schönen Platz im Schatten, wo wir die Räder abstellten, um hoch zur Ruine zu laufen. Unser ganzes Gepäck wollten wir dann doch nicht unbeobachtet lassen, deshalb entschied ich mich unten zu bleiben und am Blog zu arbeiten, während Thomas mit den Vier durch den Wald zur Burg lief. Zwei Stunden vergingen wie im Flug und die Anderen hatten auf dem Fest viel Spaß. Es gab Musik, Kampfvorführungen, Theater und Gaukler und die Kinder durften verschiedene Bögen beim Bogenschießen ausprobieren.

 

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Gerne wären wir noch ins Freibad oder an die Wiesent (der Fluss) gegangen, aber wir hatten uns für diesen Tag vorgenommen, bis zum Campingplatz „Bärenschlucht“ , in der Nähe von Pottenstein zu kommen.

 

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Es ging immer wieder bergauf und bergab entlang der Wiesent. Ein wunderschöner, aber anstrengender Weg. In Gößweinstein bogen wir vom Radweg ab, um über Tüchersfeld zum Campingplatz zu gelangen.

 

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Überall sahen wir schon die markanten Felsen aufragen, für die diese Gegend bekannt ist.

 

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Ein Paradies für Kletterer, Jesco war etwas traurig, dass unsere Klettersachen Zuhause liegen.

Der Campingplatz ist recht groß, aber wir fanden eine sehr schöne Ecke direkt unterhalb der Felsen.

 

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Auf der Zeltwiese gibt es ein ziemlich neues Sanitärgebäude, zum Duschen muss man leider hoch zur Rezeption laufen. Die Küche im Restaurant ist sehr gut, täglich gibt es auch frische Wildgerichte und Fisch. Die Preise sind für die Qualität völlig in Ordnung.

Wie wuschen am nächsten Morgen gleich Wäsche und fuhren dann ohne Gepäck los nach Pottenstein. Dort suchten wir, wie immer, zuerst die Information auf.

Wir sind immer wieder begeistert, wie freundlich und hilfsbereit die Mitarbeiter in den Informationszentren sind. Auch hier bekamen wir gleich Material und Tipps für den Tag. Für die Gegend rund um Pottenstein gibt es den „Erlebnispass Fränkische Schweiz“, der bei verschiedenen Attraktionen Rabatt gewährt.

 

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Wir sahen uns erst einmal ein bisschen in Pottenstein selbst um, bevor wir dann den Fahrradweg zur Teufelshöhle raus fuhren.

 

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Diese Tropfsteinhöhle zieht seit fast hundert Jahren Besucher aus der ganzen Welt an. Man kann sie nur im Rahmen einer Führung besichtigen. In 45 Minuten läuft man ca. 1500 m und 400 Stufen durch die 9°c kühle Höhle. Es sind abwechslungsreiche Tropfsteinformationen zu sehen und die Führung vermittelt auf interessante Art das Hintergrundwissen dazu.

 

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Da wir nur T-Shirts anhatten, waren wir froh wieder draußen zu sein. Die Wärme schlug einem richtig entgegen. Wir machten noch ein kleines Picknick und hielten dann auf dem Rückweg noch an der Sommerrodelbahn an. Die Kinder freuten sich über je zwei Fahrten und wir genossen die kurze Pause 😉

 

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Anschließend kauften wir in Pottenstein noch ein und fuhren dann zurück zum Campingplatz.

 

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Die Kinder kletterten noch in den Felsen herum und wir packten wieder alles zum Weiterfahren am nächsten Morgen.

 

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Von Roth nach Nürnberg

Am nächsten Morgen regnete es leider immer noch genauso stark wie am Abend vorher. 100 % Regen stand in meiner Wetter App für den ganzen Tag.

Wir machten uns in Ruhe fertig und gingen zum Frühstück. Das Frühstücksbuffet für beide Tage war für uns ausnahmsweise im Zimmerpreis inklusive. Die Besitzer des Hotels „Zur goldenen Krone“  haben selbst auch vier Kinder (und inzwischen 7 Enkelkinder). Wir haben uns während des Frühstücks gut unterhalten und einiges zur Geschichte des Ortes und des Hotels gehört. So lag der Gasthof früher direkt an der alten Salzstraße nach Venedig. Die Fuhrleute stiegen hier ab, in großen Stallungen wurden die Pferde versorgt. Heute sind es vereinzelt Touristen, die hier absteigen, ansonsten finden regelmäßig Familienfeiern etc. hier statt.

 

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Nach dem reichhaltigen Frühstück zogen wir uns wieder unsere Regenponchos über und liefen durch die Altstadt zum Schloss Ratibor.

 

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Wir bekamen eine kleine Führung, die die wesentlichen geschichtlichen Hintergründe erläuterte und hatten dann Zeit in Ruhe alles noch einmal anzugucken. Für Kinder gibt es ein mehrseitiges Quiz, das sie beim herumgehen ausfüllen können. Unsere Mädchen hatten viel Spaß dabei und freuten sich hinterher über eine kleine Belohnung.

 

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Das Schloss wurde 1535-37 von Markgraf Georg errichtet. 1791 stand Ratibor zum Verkauf und wurde von dem Fabrikanten Johann Philipp Stieber erworben. Der heutige Zustand geht auf dessen Enkel Wilhelm zurück, der 1892 den Ausbau in Auftrag gab. Der Maler Ferdinand Wagner stellte in seinen Gemälden Szenen der antiken Mythologie und Homers Odyssee dar, diese kann man im sogenannten Prunksaal bewundern. Im Speisesaal gibt es sogar ein Schlossgespenst.

 

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Die Mädchen waren auch hier wieder sehr angetan von den Puppenstuben, die die bürgerliche Wohnwelt des letzten Jahrhunderts wiedergeben.

 

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Die Geschichte von Schloss Ratibor ist eng verknüpft mit der neueren Geschichte der Stadt Roth. Durch den Verkauf des Schlosses an den Fabrikanten Stieber begann die Industrialisierung in Roth noch vor 1800. Stieber stellte Leonische Waren her, das sind versilberte und vergoldete Drähte und daraus gefertigte Produkte. Roth wuchs und bald gründeten sich viele kleine Firmen, die auf die leonische Industrie aufbauten und zum Beispiel Christbaumschmuck herstellten.

Wir wollten gerne mehr darüber erfahren und netterweise organisierte die Tourismusinformation eine Sonderführung für uns durch das Fabrikmuseum der Leonischen Industrie.

Eigentlich hat das Museum nur noch Sonntags geöffnet, Gruppen ab 10 Personen können aber jederzeit nach Voranmeldung Gruppenführungen bekommen.

Wir hatten noch ein bisschen Zeit und gingen erstmal etwas zu Mittagessen.

Als wir dann zum Fabrikmuseum liefen regnete es ununterbrochen. Trotzdem warfen wir zumindest einen Blick auf die draußen ausgestellten Sachen. Der historische Schaukeldrahtzug sah interessant aus, näheres erfuhren wir dann drinnen bei unserer Führung.

 

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Der historische Verein Roth hat hier aus verschiedenen Firmen alte Maschinen zusammengetragen und kann damit die Funktionsweise und Vielseitigkeit der Leonischen Industrie hervorragend vorführen. Wir hatten alle noch keinerlei Vorkenntnisse und ich war überrascht, wie toll unser Führer es schaffte, die verschiedenen Bereiche erlebbar und verständlich zu machen. Es war sowohl für die Kinder, als auch für uns Erwachsene spannend und lehrreich. Von der Drahtherstellung, des Drahtziehens und der Weiterverarbeitung, über das Plätten, die Vergolderei oder die Bandweberei. Immer wieder wurden große Maschinen in Gang gesetzt, durften wir Sachen anfassen, wurden Fragen beantwortet und Neues erklärt.

 

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Wir hatten damit gerechnet eine Stunde im Museum zu verbringen, aber am Ende waren es zwei und es war keine langweilige Minute dabei.

Da es leider immer noch nicht trocken war, verzichteten wir auf einen Stadtrundgang durch Roth, auch wenn die Kinder gerne die Stadtrallye gemacht hätten.

Auch den Besuch des Museums „Historischer Eisenhammer Eckersmühlen“  ließen wir auf Grund des Wetters ausfallen.

So verbrachten wir noch einen ruhigen Abend im Hotel und bereiteten uns auf die Weiterreise nach Nürnberg vor.

Auch am nächsten Morgen regnete es, aber inzwischen sind wir es ja gewöhnt die Fahrräder im Nassen zu bepacken. Von Roth ging es durch Wald und Wiesen in Richtung Nürnberg. Schon bald trafen wir auf den Main-Donau-Kanal und folgten diesem dann. Bis Nürnberg war es dadurch schön eben und gut zu fahren.

 

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In Nürnberg verloren wir leider den Radweg und schlugen uns dann so durch die Stadt. Es gibt viele gut ausgeschilderte Radwege in Nürnberg und wir folgten dem in die Altstadt/zum Bahnhof. Meistens geht es neben Straßen entlang, aber immer wieder mussten wir auch auf Straßen fahren. Es war viel los und für Tamina war es ziemlich stressig, vor allem das schnelle Anfahren an Ampeln.

 

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Am Hauptbahnhof besuchten wir die Touristeninformation  und bekamen dort Stadtpläne und Informationen, außerdem kostenlose Nürnbergcards, Vielen Dank!

Mit diesen Karten kann man zwei Tage lang mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln im Stadtgebiet fahren und hat außerdem freien Eintritt in alle Museen und Sehenswürdigkeiten. Eine Investition die sich lohnt.

Die Stadt hätte uns sogar Hotelzimmer zum Sonderpreis organisiert, aber da die Wettervorhersage endlich besser aussah und wir doch versuchen so wenig Geld auszugeben wie möglich, fuhren wir noch einmal quer durch die Stadt zum Campingplatz in der Nähe der Messe.

Hier schafften wir es in einer Regenpause unsere Zelte aufzubauen, leider reichte es nicht mehr um das Gepäck trocken zu verstauen. Deshalb mussten wir etwas warten, damit unsere Zelte nicht so nass von Innen wurden.

 

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Gegen 17 Uhr machten wir uns dann auf zur U-Bahn, um uns ein wenig in der Altstadt umzuschauen. Vom Campingplatz bis ins Zentrum dauert es doch fast 40 Minuten, aber Laufen und U-Bahnfahren sind doch eine ganz nette Abwechslung zum auf dem Sattel sitzen.

 

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Wir stiegen an der Lorenzkirche aus und schlenderten dann einfach ein bisschen durch die Gassen.

 

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Hinter dem Hauptmarkt aßen wir ein paar Nürnberger Bratwürstchen und fuhren dann müde zurück zum Campingplatz.

 

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Am 28.7 schien morgens zum Aufwachen wirklich mal die Sonne. Glücklich krabbelten alle aus den Zelten und wir beeilten uns mit dem Frühstück, damit wir möglichst viel in der Stadt machen konnten. Als erstes wollten alle die Kaiserburg  besichtigen. Wir stiegen wieder an der Lorenzkirche aus und liefen durch die Altstadt zur Burg hinauf. Schon seit fast 1000 Jahren besteht auf den Felsen eine erste Burganlage, die dann im Laufe der Zeit immer wieder erweitert und umgebaut wurde. Genauso wie fast die gesamte Altstadt, wurde auch hier 1945 fast alles zerstört und hinterher rekonstruiert wieder aufgebaut. Erhalten blieben der Tiefe Brunnen und der Sinnwellturm.

 

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Wir besichtigten fast alles in der Burg, auch die sehenswerte Ausstellung „Kaiser-Reich-Stadt“. Da die Kaiserburg von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betreut wird, darf man eigentlich nirgends fotografieren. Für die Außenfotos habe ich eine Sondergenehmigung bekommen, um Innenräume fotografieren zu dürfen, muss man einen Antrag stellen, der mindestens zehn Tage Bearbeitungszeit hat. Da wir nie wissen wann wir wo sind und an welchen Stellen wir länger bleiben, müssen wir auch in den anderen Burgen und Schlössern die dazu gehören auf Fotos für den Blog verzichten.

Die Kerzen und Wassershow im Tiefen Brunnen hat allen gut gefallen. Alle halbe Stunde wird hier gezeigt wie tief dieser Brunnen, der angeblich schon im 14.Jahrhundert angelegt wurde, ist. Über 50 m ist er tief, der Sinnwellturm, von dem man eine schöne Rundumsicht hat, ist gerade mal 30 m hoch.

In der Tourismusinformation hatten wir uns morgens schon Tickets für die Führung durch die Felsengänge gesichert. Außerdem ein kleines „Was ist Was“ Büchlein zu Nürnberg, indem die Kinder jetzt während des Mittagessens lasen.

Pünktlich zum Beginn unserer Führung waren wir dann am Treffpunkt am Brauereihaus.

In einer fast zweistündigen Tour wurden wir durch die Nürnberger Unterwelt geführt.

 

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Über vier Etagen erstreckt sich ein weites Netz von Kellern unter der Nürnberger Altstadt.

In einer Verordnung des Stadtrates von 1380 wurde jedem Bierbrauer vorgeschrieben, einen ausreichend großen Keller zu besitzen. Diese in den Sandstein gehauenen Räume haben den Vorteil, dass es dort immer fast gleich bleibende Temperaturen hat. Das bot ideale Bedingungen für das Herstellen und Lagern von Bier.

 

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Im zweiten Weltkrieg wurden die vorhandenen Kellersysteme verbunden und als Bunker ausgebaut.

Die Felsengänge waren eine schöne Abwechslung zu den Museen, die wir in den letzten Tagen besucht haben. Die Führung war sehr gut gemacht und hat allen viel Spaß gemacht.

 

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Anschließend wollten wir noch ins Spielzeugmuseum , aber leider war es schon so spät, dass wir nur noch eine halbe Stunde dort hatten. Um einen kleinen Überblick zu bekommen hat es trotzdem gereicht. Spielsachen aus verschiedenen Zeiten werden ausgestellt, im obersten Stockwerk gibt es auch einen ansprechenden Raum für die Kinder zum spielen.

Eine große Modelleisenbahn wird ebenso gezeigt, wie viele verschiedene Puppenstuben, die die Mädchen damals auf ihr Leben als Hausfrau vorbereiten sollten. Unsere Mädchen hätten jede davon gerne mitgenommen und bewunderten, wie liebevoll und aufwendig diese gestaltet waren.

Nach einem ganzen Tag in der Stadt waren dann alle etwas müde und so bekam noch jeder ein Eis, bevor es wieder zurück zum Campingplatz ging.

 

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Gerne hätten wir unsere Nürnbergcards noch viel mehr ausgenutzt. Es gibt so viele Museen, den Tierpark, das Dürerhaus..

Auch Nürnberg werden wir sicher noch einmal besuchen 🙂

Von Rothenburg o. d. Tauber nach Roth

Am 24.7 sind wir im Regen aus Rothenburg abgefahren. Zunächst ging der Radweg entlang der Tauber um die Altstadt herum, dann musste man leider doch den Berg zur Stadt hoch.

 

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Auf der Straße aus der Stadt heraus kamen wir an einem Fahrradgeschäft vorbei. Das passte uns gut, denn Nils Fahrradtasche war vor ein paar Tagen ausgerissen und hielt fast nicht mehr am Gepäckträger. Deshalb besorgte Thomas schnell Neue, die wir wegen des Regens einfach nur schnell auf den Anhänger schnallten. Bis kurz vor Aidenau ging der Weg nun bergauf. Tamina hatte Glück und wurde von einem netten Holländer ein Stück den Berg hoch geschoben.

Wir anderen kämpften uns durch den Regen und trösteten uns damit, dass diese Steigung für den Tag die einzige große war. Kurz danach riss Thomas hinterer Bremszug wieder durch. Wir schafften es unter ein paar Bäume, wo Thomas und Jesco recht schnell das Rad wieder fit machen konnten.

 

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Für diesen Tag hatten wir uns nicht so viel vorgenommen, aber als wir Colmberg erreichten, war es noch recht früh und der Regen machte uns nicht so viel aus wie gedacht.

 

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Deshalb beschlossen wir bis Ansbach weiter zu fahren. Nils kennt die Geschichten um Kaspar Hauser und war neugierig darauf, dort mehr zu erfahren.

In Ansbach angekommen waren alle müde und nass. Wir stellten die Fahrräder ab und gingen in die Touristeninformation.

 

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Ich hatte gehofft eine gute Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Die Dame telefonierte auch eine ganze Weile für uns herum, aber das günstigste Angebot für eine Nacht lag bei 160 Euro. Das war für uns doch zu viel. Leider ist es als Familie in Deutschland oft sehr schwer bezahlbare Unterkünfte zu finden. Selbst in Jugendherbergen muss jedes Bett bezahlt werden. Für 6 Personen kommt dann doch einiges zusammen. Eine Möglichkeit zum Zelten gibt es in Ansbach leider auch nicht, so dass wir uns entschlossen weiterzufahren. In der Information hatte man uns einen Biobauernhof zum Zelten empfohlen, der aber noch ein ganzes Stück weg, hinter Lichtenau liegt. Da es jetzt auch schon später war, hatten wir keine Zeit mehr etwas in der Stadt anzugucken – Schade.

 

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Zum Glück verlief der Fahrradweg erstmal ein ganzes Stück eben. Nach Lichtenau ging es dann aber doch nochmal bergauf. Als wir in Boxbrunn ankamen zeigte der Tacho schon 53 km an, ein neuer Tagesrekord. Bei einem Bauernhof war gerade eine Frau im Hof, die Thomas nach dem Weg zu dem empfohlenen Zeltplatz fragte. Es wäre wohl noch ein ganzes Stück den Berg hoch gewesen, aber die Frau sah wie müde die Kinder waren. Sie bot uns netterweise an, bei sich im Garten zu zelten. Das Angebot nahmen wir sehr gerne an und bauten schnell die Zelte auf.

 

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Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und wir konnten im Hof Abendessen kochen und bekamen sogar einen Tisch zum Essen hingestellt.

 

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Unsere Räder konnten wir in die Scheune schieben und die Kinder erkundeten gleich den Hof.

 

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Sie durften die Pferde mit auf die Koppel bringen und den Stall helfen auszumisten. Die Enkeltochter der Familie ist so alt wie Nils und kam auch dazu. Als Dankeschön spielten die Kinder noch ein paar Musikstücke vor.

 

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Wir verbrachten einen netten Abend zusammen und schliefen dann gut in unseren Zelten.

Am nächsten Morgen wurden wir noch zu einem richtig guten Frühstück eingeladen und bekamen sogar noch Lunchpakete mit auf den Weg.

Ich bin so froh unseren Kindern zeigen zu können, dass es auch in Deutschland offene und freundliche Menschen gibt, die keine Angst haben Fremden Gastfreundschaft zu gewähren. Wir haben diese Art der Begegnung so oft in anderen Ländern erfahren und immer wieder gehört, dass das in Deutschland schwieriger wäre. Aber bisher haben wir auf dieser Tour nur angenehme Erfahrungen gemacht. Auch unsere Wasserflaschen können wir überall problemlos auffüllen.

Bei unserer Weiterfahrt kamen wir dann auch an dem Biobauernhof vorbei. Es wäre noch ziemlich viel bergauf gegangen und wir sind alle froh, dass wir die Nacht nicht dort verbringen mussten.

Unser erstes Ziel hieß Wolframs-Eschenbach. Benannt nach dem Minnesänger und Dichter Wolfram von Eschenbach, ist es auch als Filmkulisse für den 1974 gedrehten Kinderfilm „Räuber Hotzenplotz“ bekannt geworden. Unsere Kinder entdeckten auch gleich die Amtstube des Wachtmeister Dimpfelmoser.

 

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Anschließend ging es durch Windsbach weiter Richtung Abenberg.

 

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Leider regnete es inzwischen wieder wirklich stark. Den einzigen größeren Stopp auf der Etappe machten wir im Wald zwischen Abenberg und Roth, da es dort unglaublich viele Heidelbeeren gab.

 

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In Roth angekommen, fuhren wir gleich zu dem Hotel, dass die Stadt auf Anfrage für uns reserviert hatte. Die Fahrräder und auch unser Gepäck waren so dreckig, dass der Besitzer des Hotels uns einen Wasserschlauch gab, mit dem wir alles gut abspritzten, bevor wir die Räder abladen und in einer Garage einschließen durften.

 

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Wir haben dieses Mal zwei Zimmer und genug Platz alles aufzuhängen und auszubreiten zum Trocknen.

In der Touristeninformation holten wir uns noch Broschüren und Tipps ab und vereinbarten für den nächsten Morgen einen Besuch im Schloss Ratibor.

 

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Danach duschten alle noch warm und fielen in die Betten.

Von Schwäbisch Hall nach Rothenburg o. d. Tauber

 

Am 21.7 packten wir nach dem Aufstehen unsere Sachen bevor wir zum Frühstück gingen.

Als wir unten in die Gaststube kamen wurden wir von unserem Gastgeber im „Blauen Bock“ mit einem tollen Frühstücksbuffet überrascht. Es war richtig schön mal nicht nur Brot aus der Hand zu essen.

 

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Danach fuhren wir gestärkt los. Unser Weg führte uns noch einmal an der Henkersbrücke vorbei mit einem letzten Blick auf Schwäbisch Hall.

Der Fahrradweg schlängelt sich erstmal eine Weile gemütlich entlang der Kocher durch Täler.

 

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Zwischendurch sind immer wieder kleinere Steigungen zu überwinden, aber nichts wirklich anstrengendes. Zumindest bis Hopfach… Dort fängt im Ort eine steile Straße an der man bis nach Reinsberg folgen muss. Für uns war schon nach ein paar Hundert Metern schieben angesagt, weil es einfach zu steil war. Leider zieht sich diese Steigung über eine lange Strecke.

 

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Wir haben fast eine Stunde bergauf geschoben und waren fix und fertig. Nach einer halben Stunde Pause ging es allen wieder gut genug um weiter zu fahren.

 

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Wir schafften es noch bis Kirchberg.

 

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Dort schauten wir uns ein bisschen in der Altstadt rund ums Schloss um, bevor wir wieder auf die Räder stiegen und in die außerhalb der Stadt liegende Jugendherberge fuhren. Dort angekommen erfuhren wir, dass das Haus nicht mehr zum Verband der Jugendherbergen gehört. Alles ist schon etwas älter, allerdings ist das Gelände sehr schön gelegen. Es gibt eine große Feuerstelle, Tischtennisplatten, einen Fußballplatz und viel Platz zum spielen. Als wir da waren, fand gerade ein Seminar mit vielen russischen jungen Erwachsenen statt, die an dem Abend ihren Abschied feierten. Dadurch war es sehr lange sehr laut.

Wir hatten einen großen Raum unter dem Dach ganz für uns und waren müde genug trotzdem einiges an Schlaf zu kriegen. Nachts gab es das angekündigte Gewitter, so dass die Entscheidung gegen Zelten gut war.

 

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Am nächsten Morgen fuhren wir bald nach dem Frühstück los, um genug Zeit für die Fahrt nach Rothenburg zu haben. Der Burgenstraßen Radweg zwischen Kirchberg und Rothenburg verlief relativ viel auf Straßen und hatte einige Steigungen.

 

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Wir werden langsam besser und schaffen es ohne abzusteigen kleinere Hügel hochzufahren. Trotzdem finden wir die Strecke recht anspruchsvoll. Lange Abfahrten, wie die von Vorbach nach Rothenburg, genießen dann alle umso mehr.

Mit der Touristeninformation in Rothenburg hatte ich schon am Vortag Kontakt gehabt und man hatte uns den Campingplatz in Detwang empfohlen und reserviert. So konnten wir nachmittags gleich unten im Taubertal bleiben und in Ruhe unsere Zelte aufbauen, bevor es hoch in die Stadt ging.

 

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Der Campingplatz Tauberromantik ist überschaubar. Der überwiegende Teil wird von Campingwagen belegt, es gibt aber auch eine kleine Wiese zum Zelten. Die Waschräume und Toiletten sind sehr ordentlich und es gibt alles was man braucht. An der Rezeption ist ein kleiner Shop der recht gut sortiert ist. Elektrische Geräte kann man problemlos aufladen und zum Frühstück kann man Brötchen vorbestellen.

 

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Wir haben uns dort für zwei Nächte sehr wohl gefühlt und die Zeit genutzt auch Wäsche zu waschen.

Vom Zeltplatz führt ein Fußweg direkt in die Altstadt Rothenburgs.

 

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Ohne Fahrräder besuchten wir diese noch am ersten Tag und unser erster Weg führte uns wie immer in die Touristeninformation.

Wir wurden schon erwartet und bekamen ein großes Päckchen mit Informationsmaterial und viele hilfreiche Tipps. Es ist wirklich schön wie viel Unterstützung wir überall bekommen.

So konnten wir in Ruhe abwägen was wir am nächsten Tag alles machen wollten. Es gibt in Rothenburg so viele Möglichkeiten, dass man Wochen bräuchte um alles zu sehen.

Wir entschieden uns für diesen Tag noch zu einem Besuch in einer der Manufakturen. Gleich oberhalb vom Rathaus hat Alexander Hildebrand seinen Laden „Alex Allegra Schokolade“.

 

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Der sehr sympathische Konditormeister und Chocolatier führt das Geschäft seit zwei Jahren in den Räumen eines alten Milch und Käsegeschäftes. Die alten Fliesen an der Wand verleihen dem Laden eine spezielle Atmosphäre. Liebevoll dekoriert, unter anderem mit einer Sammlung von Schokoladenverpackungen aus aller Welt, macht es Spaß sich dort aufzuhalten und die verschiedenen Kreationen aus Schokolade zu bewundern. Natürlich darf man auch ein Stück probieren. Nach Terminabsprache sind auch Pralinen- und Schokoladenkurse möglich.

 

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Da alle müde wurden, ging es für uns anschließend durch die Altstadt zurück zum Campingplatz.

 

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Am nächsten Morgen war erst Wäsche waschen und aufhängen angesagt, bevor wir dann schnell wieder hoch nach Rothenburg liefen, um pünktlich um 11 Uhr zur Stadtführung da zu sein. Treffpunkt war am Rathaus und los ging es auch gleich dort mit der Darstellung des „Meistertrunks“ an der Kunstuhr der Ratstrinkstube.

 

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Die Gruppe, mit der wir die nächsten 90 Minuten durch die Altstadt liefen, bestand aus ca. 25 Leuten. Es wurden interessante Plätze besucht, die man selbst vielleicht nicht entdeckt hätte. Historische Hintergründe wurden erläutert und Fragen beantwortet.

 

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Anschließend besuchten wir das Reichsstadtmuseum. Untergebracht im alten Dominikanerinnenkloster kann man hier unterschiedlichste Fundstücke und Gegenstände von der Steinzeit bis heute anschauen. Auf vielfältige Art und Weise wird hier das Leben der Menschen in und um Rothenburg zu den verschiedenen Zeiten dargestellt. Die gut erhaltene Klosterküche aus dem 13. Jahrhundert gilt als eine der Ältesten ihrer Art. Unsere Kinder fanden vor allem die Waffensammlung interessant.

Auf dem Weg durch die Altstadt kamen wir bei verschiedenen Bäckereien vorbei, die alle „Rothenburger Schneeballen“ im Angebot hatten. Diese Gebäckspezialität besteht aus gebackenem Eierteig und ist sechs bis acht Wochen haltbar. Bei Diller konnten wir bei der Produktion zugucken und natürlich wurde auch probiert.

 

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Als nächstes wollten alle gerne auf den Rathausturm steigen. Über 220 Stufen erreicht man die 52m hohe Aussichtsplattform. Von dort aus hat man einen tollen Blick über die Altstadt und das Taubertal. Auf dem Marktplatz spielten gerade Musiker aus Amerika und wir konnten den Ausblick bei schöner Begleitmusik genießen.

 

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Nachdem wir die Treppen wieder heruntergestiegen waren, ging es gleich weiter ins mittelalterliche Kriminalmuseum. In der 2500m² großen Ausstellung gibt es Exponate und Erklärungen aus 1000 Jahren Rechtsgeschichte in Deutschland. Unzählige Folterinstrumente gibt es zu bestaunen, Schandmasken und Todesurteile, aber auch Alltagsgegenstände aus Handel und Handwerk.

 

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Wir haben in beiden Museen sehr viel Zeit verbracht und hätten noch länger bleiben können.

Allerdings waren wir um 17 Uhr mit meinem Patenonkel und seiner Frau verabredet.

Es ist schön, dass wir diese Tour auch dazu nutzen können, Freunde und Bekannte auf dem Weg zu besuchen und zu treffen.

 

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Auf dem Weg zurück zum Campingplatz entdeckten die Kinder noch eine Schlange am Wegrand, wahrscheinlich eine Schlingnatter.

 

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Nach einem richtig netten Abend ging ich mit den Mädchen schlafen, während die Jungs mit Thomas noch einmal in die Altstadt gingen, um die Abendführung mit dem Nachtwächter mitzumachen.

 

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Begeistert kamen sie gegen 11 Uhr zurück zum Zeltplatz. Obwohl es bei der Nachtführung eine viel größere Gruppe gewesen war, kamen die Anekdoten richtig gut an und der Stadtführer vermittelte mit schauspielerischem Können viel Spaß und Wissen.

Am nächsten Morgen verließen wir Rothenburg im Regen.

 

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Leider haben wir nur einen kleinen Teil sehen können. Beim nächsten Besuch wollen wir unbedingt den mit 22 Stationen ausgestatteten Turmweg begehen. Zu dem 4 km langen Rundweg entlang der Stadtmauer gibt es ein Begleitheft, indem die verschiedenen Stationen ausführlich beschrieben werden.

Vom Breitenauer See nach Schwäbisch Hall

Den Ruhetag am Breitenauer See genossen alle sehr. Wir hatten einen netten Zeltplatz, der tagsüber sogar gut Schatten bot. Der Platzwart stellte uns noch einen Holztisch mit Bänken hin und erlaubte den Kindern ein Kanu zu benutzen. Nils lieh sich an der Rezeption Bücher aus und so konnte jeder einfach machen wo er Lust drauf hatte. Nachmittags trat Nadira leider in eine Biene und wollte dann Abends auch früh ins Bett.

 

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Der nächste Tag sollte sehr heiß werden. Deshalb standen wir schon früh auf und packten alles zusammen. Nach dem Frühstück fuhren wir um 9 Uhr los Richtung Waldenburg. In Willsbach trafen wir wieder auf den Burgenstraßen Radweg.

 

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Es ging immer wieder bergauf und schon in Öhringen waren alle müde von der Hitze. Nadira ging es irgendwie gar nicht so gut, vielleicht wegen dem Bienenstich und so machten wir erstmal eine längere Mittagspause.

 

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Öhringen sieht sehr nett aus und für Kinder gibt es eine Menge Angebote. Wunderschöne Spielplätze, ein großes Freibad, ein Kletterparcour, wir wären gerne länger dort geblieben.

Danach zeigte das Thermometer 40°c an und wir schafften es noch bis Neuenstein.

 

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Das Schloss bot einen tollen Anblick und gleich danach waren wir am Rathaus. Dort erkundigte ich mich nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Unser Vorhaben stieß gleich auf Interesse und sehr freundlich half man uns weiter und erlaubte uns für eine Nacht am Bolzplatz zu zelten. Der liegt schon in der richtigen Richtung direkt am Radweg.

 

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In der Nachbarschaft durften wir uns im Laufe des Nachmittags noch einige Male die Trinkwasserflaschen auffüllen. Wir waren sehr froh mit den Kindern an einem schattigen Plätzchen gelandet zu sein und langsam wieder abzukühlen.

 

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Nachts gab es ziemliche Gewitter, aber unsere Zelte hielten gut alles ab. Morgens sahen wir, dass doch einige Äste in der Gegend heruntergefallen waren, die Zelte hatten wir weit genug von Bäumen entfernt aufgebaut. Es hörte sogar lange genug auf zu regnen, dass wir alles abbauen und zusammenpacken konnten.

Nach Waldenburg waren es nur noch 6 km, aber die gehen fast nur bergauf. Wir waren mit unserer Entscheidung gestern nicht weiterzufahren sehr glücklich.

 

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Man sah das Städtchen schon von weitem und ich motivierte die Kinder und mich damit, dass es nach Waldenburg erstmal nur bergab geht.

 

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Es ging mehrere Kilometer auf der Straße bergauf und das letzte Stück zum Schloss war so steil, dass wir die schweren Räder fast nicht schieben konnten.

Alle waren stolz, als wir dann am Schloss ankamen.

 

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Waldenburg liegt auf 505 m und wird auch der „Balkon Hohenlohes“ genannt. Tatsächlich hat man von dort einen schönen Ausblick in alle Richtungen über das Hohenloher Land. Der Ort selbst erstreckt sich bei geringer Breite über mehrere hundert Meter. Leider wurde er zu Großteilen im zweiten Weltkrieg zerstört.

Erhalten geblieben ist der 33 m hohe Turm am Ortsausgang, der Lachnersturm.

 

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Wir stiegen alle die engen Holztreppen hoch, um noch einmal den Blick zu genießen, bevor es wieder abwärts ging.

Tja, irgendwo hier müssen wir den Burgenstraßen Radweg verloren haben. Das ist uns schön öfter passiert, aber meistens war es nicht schlimm und wir sind kurz darauf wieder auf ihn gestoßen. Das Problem ist, dass nicht an jedem Fahrradweg Schild auch ein Burgenstraßen Schild hängt. Oft steht noch nicht mal dran in welche Richtung der Radweg führt. Da man ja auch immer wieder zur Überbrückung auf Straßen fahren muss, wurden wir auch hier nicht stutzig.

Erst als wir im nächsten Ort Obersteinbach durchkamen, wurde uns klar, dass wir falsch waren. Es ging steil den Berg runter, umdrehen kam also nicht in Frage. Da immer wieder Burgenstraßenschilder zu sehen waren, sind wir wohl auf der Auto Route gelandet. Über Gnadental und Michelfeld gelangten wir auch nach Schwäbisch Hall.

Der richtige Fahrradweg wäre am Hohenloher Freilandmuseum vorbeigekommen, wo wir eigentlich den Nachmittag eingeplant hatten.

Da es aber unterwegs angefangen hatte zu schütten wäre daraus vermutlich eh nichts geworden.

 

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Klatschnass kamen wir in Schwäbisch Hall am Marktplatz an.

 

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In der Touristeninformation wurden wir sehr nett empfangen. Mehrere Angestellte telefonierten herum und versuchten eine Unterkunft für uns zu organisieren. Da am nächsten Tag der Jakobimarkt anfing waren die Jugendherberge und Hotels fast alle ausgebucht. Der Jakobimarkt ist einer der ältesten Märkte in der Region, es gibt ihn schon seit über 800 Jahren.

Wir wären auch campen gegangen, waren aber doch froh als die Angestellte ein Hotel für uns organisiert hat wo wir zu einem Sonderpreis unterkamen.

 

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Unsere Fahrräder durften wir in den Hinterhof durchschieben und luden erstmal alles ab. Wir tropften genauso schlimm wie unsere Taschen und alle duschten erstmal und zogen trockene Kleidung an. Danach hörte es sogar auf zu regnen und wir konnten noch ein paar Stunden die Stadt angucken.

Als erstes kamen wir an der Kunsthalle Würth vorbei, in der gerade eine Sonderausstellung zum Thema „Wasser Wolken Wind“ zu sehen ist.

 

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Die Kinder wollten gerne hinein gehen und so schlenderten wir eine halbe Stunde durch die Ausstellung.

Danach ging es quer durch Schwäbisch Hall.

 

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Uns allen gefällt die Stadt sehr gut und wir werden gerne noch einmal für ein paar Tage zurückkommen. Für Familien wird hier einiges geboten und wir hätten gerne noch eine Kinderstadtführung mitgemacht, oder mehr über die alte Salzsiederstadt und die Tradition der Salzsieder erfahren. Die Museen bieten freien Eintritt und 2500 Jahre Stadtgeschichte werden an verschiedenen Stellen dargestellt und erlebbar.